Abenteuer Tansania – Bericht …

von Gundula Bindig

Nachdem ich mich viele Jahre um die finanziellen Belange für unseren Kindergarten gekümmert habe, durfte ich nun eine ganz neue Erfahrung mit ihm machen.
Ich habe das Kindergartenteam auf seiner 14-tägigen Bildungsreise nach Tansania begleitet und das Besondere daran war, dass wir uns jetzt endlich wirklich kennen lernen konnten. Bis dahin war ich die (ehemalige) Mitarbeiterin aus dem Pfarramt, aber nun gehörte ich zu ihrem Team! Ich habe mich schnell von der Begeisterung und der Vorfreude auf diese Reise anstecken lassen. Dabei war mir am Anfang noch gar nicht so recht klar, auf was ich mich einlasse und was mich erwartet. Für mich war das Land und seine Menschen noch ein großes Fragezeichen. Und so konnte ich mir auch gar nicht vorstellen, wie die geplanten gemeinsamen Seminare mit den tansanischen Erzieherinnen vonstatten gehen sollten. Doch diese Sorge war völlig unnötig!
Alles war bestens vorbereitet, unzählige Arbeitsmaterialien waren nach Tansania gebracht worden. Jeder von uns Teilnehmern hatte mindestens 23 kg davon in seinem Gepäck. Das war eine logistische Leistung von unserer Kindergartenleiterin, über die man nur staunen kann. Vor Ort standen vier junge Mädchen bereit, um uns als Übersetzer beizustehen. Sie sind z.Zt. in Tansania und machen hier ein freiwilliges Jahr.
So war es für mich sehr interessant zu hören und zu erleben, mit welchen Methoden die tansanischen Erzieherinnen ihre kleinen Schützlinge zum Lernen begeistern, wie sie mit ihnen spielen und gemeinsam singen.
Als ich dann auch noch einen kleinen Kindergarten hoch in den Bergen von unserer tansanischen Erzieherin Elizabeth besuchen durfte, war die Freude und Aufregung perfekt, allerdings von beiden Seiten, denn auch die Kinder waren erstaunt und etwas überrascht und konnten sich gar nicht genug über meine weißen Hände innen und außen wundern.
Diese und viele andere wertvollen Begegnungen werde ich wohl noch lange in meiner Erinnerung behalten. Die Schönheit der Landschaft und die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen lassen den Wunsch offen, noch mehr davon kennen zu lernen.
Ich danke allen, die es mir möglich gemacht haben, an dieser Reise teilzunehmen, ich danke meinen tansanischen Schwestern, die mir so offen und herzlich begegnet sind und ich danke unserem himmlischen Vater, dass er uns behütet hat – asante sana!!!!