… damals in Palästina …

    Liebe Leser unserer Gemeindenachrichten,
    Die Leute hatten es nicht leicht – damals in Palästina, vor 2000 Jahren, unter der römischen Besatzungsmacht. Doch sie hatten eine Hoffnung, an der sie festhielten. In ihrer Heiligen Schrift lasen sie immer wieder von einem neuen König, der für die Menschen, für Menschlichkeit geboren werden soll, der Friedefürst genannt werden soll, weil er ein Reich des Friedens und des Glücks für alle schaffen wird. Und weil er Wunder tun wird. Viele haben daran über lange Zeit geglaubt und auf diesen König gehofft. Trotz allem Leid haben sie die Zuversicht nicht aufgegeben und auf diesen König gewartet, dass er bald geboren wird und sie aus der Grausamkeit errettet.

    Ausgerechnet im letzten Winkel des römischen Reiches, in der Provinz Galiläa, in Nazareth, erfährt eine junge Frau von ihrem „Glück“. Gott geht mitunter seltsame Wege mit Menschen. Durch Stichen und Stacheln, nicht von Vornherein auf Rosen gebettet:

    „Maria durch ein Dornwald ging,
    Kyrie eleison.
    Maria durch ein Dornwald ging,
    der hat in sieben Jahrn
    kein Laub getragen.
    Jesus und Maria.
    Was trug Maria unter ihrem Herzen?
    Kyrie eleison.
    Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
    das trug Maria unter ihrem Herzen.
    Jesus und Maria.
    Da haben die Dornen Rosen getragen,
    Kyrie eleison.
    Als das Kindlein durch den
    Wald getragen,
    da haben die Dornen Rosen getragen.
    Jesus und Maria.

    Krippenspiel der Kinder aus der Behindertenschule

    So sangen es die Kinder aus der Behindertenschule, die wir hier sehen, auch dieses Jahr wieder im Krippenspiel am Dienstag, dem 9. Dezember, in unserer
    St.-Marienkirche
    . Sie gehen ja auch einen dornigen Weg – die Kinder und Jugendlichen, ihre Eltern, Großeltern, Lehrerinnen und Lehrer. Wahrscheinlich ist ihre Botschaft gerade deshalb so überzeugend und anrührend. Unter den stichelnden Dornen können wir blühende Rosen entdecken, bestaunen und bewundern.

    Eine rosige Advents- und Weihnachtszeit
    wünscht Ihnen
    Ihr Pfarrer Volkmar Freier