J. E. Wagner

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Johann Ehrenfried Wagner
03. Mai 1724 in Neuhausen im Erzgebirge in armen Verhältnissen geboren.

Im März des Jahres 1776 übernahm er in Marienberg das Amt des Pfarrers.

Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 1902 übergab er die Verwaltung des Waisenhauses an seinen Sohn, dem Magister Christian Ehrenfried Wilhelm Wagner.
(Quelle: Marold-Chronik 1771-1800, 1801-1820)
siehe auch: Die Waisenhaus- samt Carolinenstiftung


1771 Beginn der Waisenhausarbeit
am 01. März 1807 stirbt J.E. Wagner in Marienberg; in seinem Testament bestimmt er, daß die Stiftung in seiner Familie weiter geführt werden soll.

Eine gewisse natürliche Gutmütigkeit und Menschenfreundlichkeit, strenge Rechtschaffenheit und pünktlicher Pflichteifer, verbunden mit einer edlen Uneigennützigkeit und biederen Offenherzigkeit, machen ungefähr die hervorstechendsten Züge in dem Bilde dieses achtungswerten Menschen aus.
(Bonitz, S. 99)

Waisenkinder nahm J. E. Wagner zunächst in seiner Wohnung und später im Schulhaus auf. Im Oktober 1773 konnte
er das Haus in der Freiberger Str.11 für die Waisenhausarbeit erwerben.
Das Haus steht heute noch, hat aber inzwischen mancherlei Veränderung en erfahren.

Im Jahre 1880 machte sich ein Neubau eines Waisenhauses nötig. Das alte musste feuerpolizeilich gesperrt werden.

Bis 1954 lebten im Waisenhaus elternlose Kinder.

Vom Jahre 1954 an betrieb die Innere Mission darin ein Altersheim. Im Jahre 1955 gab es durch die Entscheidung vom Rat des Bezirkes zunächst einen Abbruch der Tätigkeit der Waisenhausstiftung. Das Altersheim wurde im Jahre 1957 geschlossen.

Das Waisenhaus wurde Kindergarten und Internat im Eigentum der Stadt Marienberg.

Erst nach der politischen Wende konnte die Stiftung wieder errichtet werden.
Seit 1993 unterstützt die Stiftung die Jugendsozialarbeit in der Stadt Marienberg.

Von September 2009 bis August 2011 wurde das Haus vollständig restauriert.
siehe auch: http://www.waisenhausstiftung-marienberg.de/

Auszug aus dem Sterberegister Marienberg Jahrgang 1807
Jahrgangsabschluß : „Unter den Bestatteten befindet sich auch der umsichtige Genius, sowie um viele Waisen und Armen so sehr verdiente Herzoglich Sächs. Meiningische Hl. Consistorial Rath und Pfarrer allh. Herr M. Johann Ehrenfried Wagner, welcher im 83 sten Jahr seines Lebens zur Ruhe seines Herrn überging und sich hier Schätze für die Ewigkeit sammelte.
Einer der edelsten und rechtschaffensten Männer, ein gründlicher, vielumfassender Gelehrter, ein achtungswerter Religionslehrer, ein eifriger und tätiger Wohltäter der Armen, ward durch seinen Tod der Welt entrissen, und sein Andenken wird nicht nur seinen Freunden, sondern auch jedem, der es mit der Menschheit gut meint, immer ehrwürdig bleiben.“ (Bonitz, S. 137)

Das ist kein Denkmal im üblichen Sinne. Die Säule wurde im Jahre 1871 errichtet, um den Gedanken wach zu halten, im Sinne Johann Ehrenfried Wagners uneigennützig zu wirken und zu arbeiten.

Im Oktober 1998 erhielt die Förderschule für Geistigbehinderte den Namen „Johann-Ehrenfried-Wagner-Schule“.
Damit wurde dem Wirken J. E. Wagners ein weiteres Denkmal gesetzt.

2008  zieht die Schule in die neuen Räumlichkeiten in der Grundschule „Heinrich von Trebra“ in Marienberg ein.

siehe dort: http://www.johann-ehrenfried-wagner-schule.de/

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