Posaunenchor

Seit dem Jahre 1884 gibt es in Marienberg den Evangelisch-Lutherischen Männer – und Jünglingsverein. In kurzen Abständen wechselten die Leiter. 1893 übernahm als Leiter des Vereines diese Aufgabe Herr Diakonus Pilz, der aus Dresden stammte. Inzwischen war der Verein von der Bahnhofstraße in die Zschopauer Straße umgezogen. Das Haus war die Gaststätte „Zum Garten“, heute Besitz der Familie Scheffler. Diakonus Pilz entfaltete ein reges Vereinsleben. So suchte er 1894 nach musikalischen Leuten, um einen Posaunenchor zugründen. 4 Männer stellten sich dieser Aufgabe. Unter der Anleitung eines Marienberger Musikers, der leider namentlich nirgends benannt ist, begannen diese gemeinsam zu üben.
Die Gelder zur Beschaffung der 4 Instrumente wurden aus der Vereinskasse bewilligt. Schon nach kurzer Zeit konnten die Bläser zu Familienabenden und Vereinsversammlungen ihre Instrumente erklingen lassen.
Auch an einem Kreisbläsertreffen in Pockau nahm man teil.
Die Zeit des 1.Weltkrieges ging an den Bläsern des Posaunenchores nicht ohne nachhaltige Spuren vorüber. So war erst 1921 regelmäßiges Blasen unter der Leitung des Kirchensekretärs Max Grämer wieder möglich. In dieser Zeit waren auch Bläser von Gebirge und Gelobtland dabei.

Im April 1994 feierte der Posaunenchor Marienberg seinen 100. Geburtstag !
Aus diesem Anlass wurde dem Posaunenchor vom Bürgermeister unserer Bergstadt Marienberg – Herrn Wittig – die „Ehrenplakette in Weiß“ verliehen. Seit 1992 gibt es auch einen Ephoralen Bläserkreis (==>), wo sich vor allem unsere jüngeren Bläserinnen und Bläser aus den Posaunenchören engagieren.