drei Schwestern

[aus: Gemeindebrief August/ September 2016]
drei Schwestern sind schon seit mehr als 95 Jahren im aktiven Dienst
Es ist kaum zu glauben, aber drei der zuverlässigsten Mitarbeiter unserer Kirche, drei Schwestern, sind schon seit mehr als 95 Jahren im aktiven Dienst. Ich weiß natürlich, übers Alter spricht man lieber nicht.  Noch dazu, wo sie sehr zuverlässig Ihren Dienst verrichten. Aber man sieht ihnen ihr Alter wirklich an. Nach so langer Dienstzeit ist hier und da eine Schramme, manche Stelle ist schon sehr abgenutzt, wenn die Bewegungen im Großen und Ganzen auch immer noch hervorragend funktionieren, haben doch die Fachleute nahegelegt, sich über jüngere Nachfolger Gedanken zu machen.  Ach ja, an dieser Stelle sollte ich erwähnen, von wem hier die Rede ist: Von unseren alten Glocken.Glocken_

Unsere St. Marienkirche braucht neue Glocken. Sie haben die allgemeine Nutzungsdauer von 80 Jahren weit überschritten. Im Jahr 1917 wurden die drei größten der damals vier Bronzeglocken mit der Stimmung c‘ , es‘, g‘ und c“  beschlagnahmt und für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Nach dem ersten Weltkrieg, im Jahr 1918 erfolgte die Erneuerung der Anlage, jetzt ein Dreiergeläut aus Eisenhartguss. Dieses klingt bis heute in den Tönen d‘, f‘ und a‘.

Wo die Kleinste der damaligen Bronzeglocken, die als einzige von 1917 bis 1918 ihren Dienst verrichtete, verblieben ist, kann leider nicht mehr mit Bestimmtheit gesagt werden. Vor einiger Zeit erfolgten verschiedene Begehungen mit dem Glockensachverständigen, der uns die Erneuerung der Glockenanlage deutlich nahegelegt hat. Somit steht unsere Kirchgemeinde erneut vor einer großen Aufgabe.

Inzwischen laufen hinter den Kulissen schon viele Vorbereitungen: es wurde ein Schwingungsgutachten erstellt, es müssen Kostenangebote eingeholt werden. Die entsprechenden Anträge sind gestellt und befürwortet worden. Außerdem hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich aus Mitgliedern der Kirch- und Kommunalgemeinde zusammensetzt.

Die Fertigstellung soll im Jahr 2017, dem 500. Reformationsjubiläum, erfolgen.
Die Glockenanlage soll in der Tonlage von vor 1917 wiederhergestellt werden, nämlich als Bronze-Vierergeläut.

Da der Glockenstuhl, das ist die Holzkonstruktion, an welcher die Glocken hängen, auch schon altersschwach ist, führt an der Komplettsanierung kein Weg vorbei.
Nach derzeitigem Kenntnisstand müssen wir von einer Gesamtinvestition in Höhe von ca. 370.000 € ausgehen. Erfreulich ist, dass die Baumaßnahme durch die SAB gefördert und außerdem durch die Stadt Marienberg finanziell unterstützt wird.

Trotzdem sind die Kosten für unsere Gemeinde hoch. Dazu bitten wir erneut um Ihre Mithilfe.
Mit Ihrer Spende helfen Sie, unser Geläut für die nächsten mehr als 100 Jahre fit zu machen und so im Alltag hörbar Zeichen zu setzen.
Es läuft aktuell eine neue Spendenaktion: „100 Euro für die Glocken von St. Marien“.
Sie erhalten dafür wieder eine Urkunde. Vielen Dank an alle, die diese Aktion schon unterstützt haben.

(Spenden:
Erzgebirgssparkasse
IBAN: DE51 8705 4000 3103 0029 62
BIC: WELADED1STB
Kennwort: „Glockenanlage“  oder im Pfarramt)

Vielen Dank!
Frank Buschbeck/ Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt der Sankt Marienkirche

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