Höhepunkte

Liebe Leser unserer Gemeindenachrichten,

Von zahlreichen Höhepunkten ist dieses Kirchenjahr in unseren Gemeinden, in unserer Stadt geprägt.
Neben all den wiederkehrenden Kirchenfesten haben wir mit einem schönen Berggottesdienst den 496. Stadtgeburtstag gefeiert, wir haben voller Spannung den Guss unserer vier neuen Bronzeglocken in Innsbruck verfolgt. Die Glockenabnahme war am Dienstag nach Pfingsten  in den Vormittagsstunden.

Zu den alljährlichen Höhepunkten gehörten natürlich auch in diesem Jahr die Konfirmationen in Satzung und in Marienberg. Wir sehen die festlich gekleideten jungen Menschen auf den Bildern dieses Gemeindebriefes. Wir freuen uns mit Ihnen und wünschen Gottes Segen für die Lebens- wege jeder und jedes einzelnen von ihnen. Der Tag der Konfirmation ist ganz gewiss ein markanter und unvergesslicher Termin in der Biografie von uns Christen.
Wir haben „Ja“ gesagt zur Taufe, die in den meisten Fällen einst andere für uns erbeten haben: Eltern, Paten, Großeltern, die Gemeinde.

Ja, Konfirmation und auch Taufen sind mehr als Familienfeste. Sie gehören in unsere Gemeindegottesdienste, weil die Kinder in unserer Mitte aufgenommen und die jungen Leute mit ihrem öffentlichen Bekenntnis ernstgenommen werden sollen – auch bei allen Zweifeln oder mancher ablehnenden Haltung. Wir wissen schließlich, was zur Persönlichkeit eines Menschen gehört: nicht nur hier und da eine eigene Meinung zu haben und zu sagen und seine eigenen Ansichten beizusteuern, sondern zur Persönlichkeit gehört, Haltung zu zeigen und sich zu einer Autorität zu bekennen, die wir Gott nennen, und die uns in Jesus Christus sehr vertraut geworden ist. Zu solch einer Haltung wollen wir als Christen, als Gemeinde ermutigen.

Darum wollen wir für einander beten, wie wir es aus der Feder von Paulus im Monatsspruch für Juli lesen: „Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.“ (Philipper 1,9)
Gebet um Erkenntnis – damit wird die Gemeinde gewissermaßen ihrem Bildungsauftrag gerecht, denn auch der gehört zum mündigen Christsein in unserer Gesellschaft.
Wenn Gott uns Menschen zu seinem Bilde gemacht hat, dann genügt es eben nicht, ständig in den Spiegel zu schauen, sondern im eigenen Wesen Züge zu entdecken, die wir an Christus wahrnehmen.

Denn solange wir meinen, das Leben aus eigener Kraft meistern zu können oder zu müssen, fällt das schöne Bild vom Menschen, wie es sich Gott gedacht hat, leicht aus dem Rahmen. Dann verlieren wir im Stress des Alltags unsere freundlichen und liebenswerten Züge. Dann erfriert jedes Lächeln auf den Lippen vor lauter Misstrauen gegen andere. Dann zerstören wir unsere wertvollen Freundschaften aus purem Egoismus. Als Gegenüber zu Gott sind wir gemacht, von vornherein als Wesen angelegt, die nach Gott fragen – auf der Suche nach ihm sind, so wie einer sein eigenes Original sucht, seine Identität.
Menschliches Leben, wenn es denn gelingen soll, kann sich nicht selbst genügen. Wir brauchen Partner an unserer Seite.

Darum geben wir ein recht gutes Bild ab, wenn wir gemeinsam beschenkt werden, wie die Konfirmandinnen und Konfirmanden an ihrem großen Fest. Wir gefallen auch Gott, wenn wir erleichtert sind, uns erholen, uns freuen, das Leben genießen.

Mögen Ihre eigenen nächsten Foto- und Filmaufnahmen gelingen – als schöne Erinnerungen an die jetzt noch vor uns liegenden Ferien- und Urlaubstage.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erholsame Sommerzeit,
Ihr Pfarrer Volkmar Freier