Kirchturmuhr Satzung

    „Zwei Tage vor dem 4. Advent 2019
    war es endlich so weit:Kirchturmuhr Satzung
    Das neue Zifferblatt für die Uhr
    am Kirchturm war da nach langer Zeit.
    Nun können wir uns alle freuen,
    wenn wir an der Kirche stehen,
    und wieder eine Uhr da oben sehen.
    Wenn man so schaut zum Turm hinauf,
    wie schön ist sie doch, die Uhr,
    mit den römischen Zahlen darauf.
    Und es ist auch ganz gewiss,
    jetzt weiß man immer, wie spät es ist.“
    (Satzung, den 16. Januar 2020, Christa Dohms)

    Seit Weihnachten kann man in Satzung endlich wieder zusehen, wie die Zeit vergeht. Oder wenigsten für den Moment erkennen, wie spät es ist. Zu all dem kann man natürlich auch hören, was die Stunde geschlagen hat. Freilich verrinnt die Zeit auch ohne unsere Uhren, ohne unsere Beobachtungen. Wir können die glücklichen Minuten nicht festhalten, und die unglücklichen nicht einfach überspringen.
    Sowohl das eine, wie das andere empfinden wir häufig anders, als es die Uhren anzeigen. Unser Leben tickt mitunter außer der Reihe, wenn wir nicht mehr hinterherkommen, so dass unser Puls aus dem Rhythmus gerät.
    Es ist darum hilfreich, sich auf eine Maßeinheit zu einigen, damit wir uns überhaupt verabreden und für die Zukunft miteinander planen können. In den vergangenen Wochen ging freilich einiges durcheinander, als alle größeren Vorhaben plötzlich gestrichen werden mussten. Unterschiedlich sind wir damit umgegangen, je nachdem, ob wir uns eher getrieben oder beruhigt fühlten.
    Die Uhren indes hat das nicht gestört. die Zeit auch ohne unsere Uhren, ohne unsere Beobachtungen. Wir können die glücklichen Minuten nicht festhalten, und die unglücklichen nicht einfach überspringen. Sowohl das eine, wie das andere empfinden wir häufig anders, als es die Uhren anzeigen. Unser Leben tickt mitunter außer der Reihe, wenn wir nicht mehr hinterherkommen, so dass unser Puls aus dem Rhythmus gerät.
    Es ist darum hilfreich, sich auf eine Maßeinheit zu einigen, damit wir uns überhaupt verabreden und für die Zukunft miteinander planen können. In den vergangenen Wochen ging freilich einiges durcheinander, als alle größeren Vorhaben plötzlich gestrichen werden mussten. Unterschiedlich sind wir damit umgegangen, je nachdem, ob wir uns eher getrieben oder beruhigt fühlten.
    Die Uhren indes hat das nicht gestört.
    Sie tickten wie eh und je. Sie haben uns weiterhin – vielleicht nicht so streng wie sonst – zu einer gewissen Ordnung gerufen.

    Was ist Zeit? Am Anfang der Bibel strukturiert Gott die Wüstenei des sich allmählich füllenden Weltraums mit den Schöpfungstagen. Dabei lenkt er bald das Augenmerk auf einen gesunden Rhythmus zwischen Nacht und Tag, zwischen Arbeit und Ruhe. Das gilt zunächst für die Einheit einer Woche. Im Laufe der Entwicklung wird schließlich dem Chaos der Urzeit die ordnende Kraft der Uhrzeit entgegengestellt werden.
    Damit wird messbar, wie die Zeit vergeht, unsere Lebenszeit. Wenn uns diese Botschaft vom Kirchturm aus trifft, dann lesen wir sie in einem größeren Zusammenhang: Gott vertraut uns Zeit an als wertvolles Geschenk, und wir sollen sie uns nehmen für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Nicht nur in der Vergangenheit verhaftet sein oder der Zukunft zugewandt. Nein: Leben heute, im Hier und Jetzt, im Augenblick.
    „Meine Zeit steht in deinen Händen“ – dieser Vers aus dem 31. Psalm klingt mit der größten unserer drei Glocken immer mit – die wir aus gutem Grund „Ewigkeitsglocke“ genannt haben.

    Unsere Lebensuhr in Gottes Händen – so wie der Kirchturm nach oben zeigt, sich aus dem viereckigen Grundriss zu einem achteckigen Dach zuspitzt und ausstreckt, dem Symbol für die Ewigkeit.
    Am 24. Juni erreichen wir die Mitte des Kirchenjahres, am Johannistag, wo sich die Natur von ihrer prächtigsten Seite zeigt und das Leben nur so sprießt. Da wollen wir uns wieder an der Stätte des Todes treffen, an den Gräbern unserer Lieben, auf unseren Friedhöfen zusammenkommen, um innezuhalten und Andacht zu feiern. Das ist gute Tradition – wie ein Sinnbild für unsere Existenz:
    In der Mitte des Lebens blicken wir über die Grenze unserer Vergänglichkeit in die zeitlose Welt, die uns Gott verheißen hat.
    Eine erholsame Sommerzeit mit vielen schönen und frohen Momenten wünscht Ihnen
    Ihr Pfarrer Volkmar Freier