… Ohne Wald hätte es kaum ein Bergwerk gegeben…

    Liebe Leser,

    Das bezaubernde Blau der Sehnsucht, Harmonie und Zufriedenheit schimmerte schon am Pfingstmontag durch die Kronen der Bäume. Durch die Wälder unserer Landschaft, so wie auf dem Titelbild beim Waldgottesdienst zwischen Satzung und Steinbach. Es passt so schön zum Grün der Hoffnung, das in den Zweigen hängt, und belebt die ganze Schöpfung.

    WaldgottesdienstDie bunten Leute, die sich versammelt haben, sind wie das I-Tüpfelchen auf der guten Muttererde, dem Moos und dem Reisig. Was für ein Blick in die unendliche Weite des Himmels zwischen den kleinen Fensterchen, die die Bäume offen lassen, in eine andere Welt hinein; was für eine Leichtigkeit, die sich über der versammelten Gemeinde ausbreitet, auch wenn sie alle noch ganz bodenständig die frische Luft genießen, miteinander singen, Gottes Wort wie aus einer anderen Welt vernehmen, eine frische Brise des Heiligen Geistes in Hirn und Herz einatmen können.

    Denn zu den vielen Waldgottesdiensten in unserer Region gehen wir ja nicht einfach nur aus Naturverbundenheit, sondern aus Gottverbundenheit, weil wir ihm danken wollen für den bunten Reichtum des Lebens, den er uns schenkt. Daran müssen wir immer wieder einmal erinnert werden. So kommen wir aus dem Staunen kaum heraus – hinein ins Lob gegenüber unserem Schöpfer, wie es im Spruch für den Monat August heißt:

    „Singt dem HERRN, alle Länder der Erde!
    Verkündet sein Heil von Tag zu Tag!“

    Alles kommt vom Walde her – hätten wohl manche unserer Vorfahren gesagt. Wobei das Motto für den Deutschen Bergmannstag dieses Jahr in Pobershau und Marienberg treffender meint: „Alles kommt vom Bergwerk her“. Doch das ist kein Widerspruch. Ohne Wald hätte es kaum ein Bergwerk gegeben. Ohne neue Aufforstung keine frische Luft. Ohne VerWaldung keine Verwaltung. Kommt also alles aus der Erde her? Nein, heute wissen wir: Die meiste Energie schenkt uns der Himmel; dieses wundervolle Blau, dieser göttliche Geist, diese Kraft von ganz oben.

    Erholsame, ja himmlische Stunden in diesem Sommer
    wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Volkmar Freier

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