Danke! Danke! Danke! Danke!

Herbstzeit ist Erntezeit. Darum auch Danke-Zeit – für so manches, was in unserer Gemeinde gewachsen und gereift ist. Dazu gab der HERR SEINEN Segen; engagierte Menschen Ihr Talent und ihre Zeit. Das ist mitunter über Jahre hinweg so selbstverständlich, dass man sich an Gesichter gewöhnt hat, deren Einsatzbereitschaft grenzenlos scheint. Wenn aber die Zeit gekommen ist, dass – aus welchen Gründen auch immer – die Tätigkeiten beendet werden (müssen), ist es höchste Zeit für anerkennende und schöne Erinnerungen.

Wie sähe beispielsweise die Seniorenarbeit unserer Gemeinde ohne Hella und Klaus Wenzel aus? Seit Klaus vor 27 Jahren den Pfarrdienst in Marienberg angetreten hatte, war Hella eher im Hintergrund unter anderem eine treibende Kraft für den Rentnerkreis. Unermüdlich, ohne Scheu und Scheuklappen hat sie Leute in vorrückendem Alter angesprochen, eingeladen, oft genug für sie eine Art Fahrdienst organisiert; mit Sorgfalt und Umsicht die Vorbereitungsgruppe beisammengehalten und neue Mitarbeiterinnen gewonnen; etliche Tagesfahrten organisiert und darüber auch die nicht vergessen, die aus Krankheits- oder andern Gründen nicht mehr zu den monatlichen Nachmittagstreffen kamen. Vor allem während der Coronazeit war sie am Telefon eine verlässliche Kontaktperson. Dabei stand ihr Klaus stets emsig zur Seite, der sich gerne auch vertretungsweise bei der Gestaltung der Rentnerkreise beteiligte und im Fahrdienst mitwirkt. Mit der Vollendung seines 80. Lebensjahres im Januar 2020 hat er die vielen Gottesdienstvertretungsdienste, die er bereitwillig vor allem während der Vakanzen übernommen hatte, niedergelegt. Hella hat es ihm nun gleichgetan und mit ihrem 80. Geburtsgag die Verantwortung für den Rentnerkreis in die Hände von Gabriele Seifert und dem Team gelegt. Wir sind Hella und Klaus von Herzen dankbar für die umsichtige und verantwortungsvolle Mitarbeit in unserer Gemeinde und wünschen Ihnen, dass sie noch lange gemeinsam einfach genießen können, was sie ganz wesentlich mit aufgebaut haben.



Die junge Generation in Satzung ist nicht nur durch unseren kirchlichen Kindergarten und Christenlehre geprägt,sondern genauso durch die Gemeinde-Kinderarbeit, die von ehrenamtlichen Helferinnen getragen und gestaltet wird – im Kindergottesdienst und im Mutti-Kind-Kreis, der über 19 Jahre von Christiane Melzer mit hohem Engagement und großer Verlässlichkeit verantwortet und durchgeführt wurde. Dazu gehörten auch gemeinsame Rüstzeiten, die sie vorbereitet, organisiert und geleitet hat. Nach so vielen Jahren hat sie für sich entschieden, dieses ausgesprochen umfangreiche und kreativ anspruchsvolle Ehrenamt abzugeben. Vielleicht kann der Faden von jemand anderem wieder aufgenommen werden. Das wäre schön. Zunächst aber bedanken wir uns bei Christiane für ihre großartige Ausdauer und alle Geduld mit den Kindern und Erwachsenen. Ein Glück, dass schon vor zwei Jahren der Muti-Kinder-Kreis-Oldie-Treff entstanden ist, zu dem ca. fünf Mal pro Jahr ins Satzunger Pfarrhaus eingeladen werden soll. Wir wünschen viel Freude bei den nächsten Zusammenkünften und Christiane Melzer persönlich alles Gute und Gottes Segen.

Sollte es in Marienberg und Umgebung irgendjemanden geben, der/die sich von Bläsermusik eher nur beiläufig
begeistern lässt, der/die hat wahrscheinlich unseren Posaunenchor oder den Ephoralen Bläserkreis noch nicht gehört. Was eigentlich gar nicht sein kann, denn sie sind unablässig am Musizieren – in Kirche und Stadthalle, auf dem Markt oder am Straßenrand. Und wer sonnabends vormittags durch die Stadt geht, wird nicht selten von erfrischenden Klängen überrascht, die von einem unserer Pflegeheime herüberwehen. Dafür trägt Frieder Meier die volle Verantwortung! Dafür hat unsere ganze Anerkennung und Achtung. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wenn man den „Dienstplan“ ein wenig zur Kenntnis nimmt, der sein ehrenamtliches Engagement mit seinen Bläsern beschreibt. Die Spielfreude und die treue Regelmäßigkeit, die über einen so langen Zeitraum den Kalender mit Proben und „Auftritten“ dicht gefüllt haben, sind beispiellos. 53 Jahre sind es geworden, in denen er die Leitung des Posaunenchors innehatte, dazu 25 Jahre die des Ephoralen Bläserkreises. 76 Bläserinnen und Bläser hat er in all den Jahren ausgebildet. Die Förderung des Nachwuchses lag und liegt ihm ganz besonders am Herzen. Aus gesundheitlichen Gründen – und weil er auch mehr Zeit für seine Annerose, die ihm bei all diesen ehrenamtlichen Tätigkeiten stets treu unterstützte, in Anspruch nehmen möchte – hat er nun den Taktstock an seinen Sohn Matthias weitergeben. Auch dafür sind wir sehr dankbar, weil wir die Leitung der beiden Chöre weiterhin abgesichert und die erreichte hohe musikalische Qualität in guten Händen wissen. Matthias Meier war schon längst in die großen Fußstapfen seines Vaters getreten, auch was den Unterricht für den Nachwuchs angeht. Wir wissen, dass das alles andere als selbstverständlich ist, bedenkt man, dass von ihm beruflich im Krankenhaus sehr viel verlangt und erwartet wird. Gut, dass er bei der Leitung der beiden Bläserchöre von Mario Brand und Daniel Steinert unterstützt wird. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank. Gott schenke Ihnen und den übrigen Bläsern weiterhin die Herzensfreude beim Musizieren, die auf vertrauensvolle Resonanz bei uns trifft und ein fröhliches Gottvertrauen zum Vibrieren bringt. In diesem Sinne dürfte das mit dem Nachwuchs eigentlich kein Problem sein, wenn man sich in jungen Jahren schon einmal überlegen würde, dass man es später höchstwahrscheinlich bereuen wird, nicht dabei gewesen zu sein. Viele können das (noch) ändern.

An dieser Stelle auch ein großer Dank an die Mitarbeiterschaft unserer Kindergärten in Satzung und Marienberg, die in den letzten beiden Jahren oft gar nicht auf die Uhr geschaut haben, damit die verlässliche Arbeit in unseren Einrichtungen nicht zum Erliegen kam. Sie haben oft bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gearbeitet – ohne dass die Kinder davon etwas gespürt haben. In Marienberg musste zudem die Kindergartenleiterin ersetzt werden, was freundlicherweise Renate Schreiter übernommen hatte. Silvia Blume stand ihr dabei sehr hilfreich zur Seite, zusammen mit dem gesamten Team.


Wir bedauern sehr, dass Evelyn Glöß ihre Corona-Erkrankung nach inzwischen zwei Jahren nicht überstanden hat.
An die Wiederaufnahme ihrer Arbeit im Kindergarten ist bislang einfach nicht zu denken. Wir mussten uns darum schweren Herzens, aber aus dringenden Gründen um eine neue Kindergartenleitung bemühen. Am 1. September konnte die Stelle durch Madlen Hengst besetzt werden. Dadurch entspannt sich die personelle Situation erheblich. Wir wünschen Madlen Hengst viel Kraft, Gesundheit, frische Ideen und und einen starkes Rückgrat in ihrer Funktion, vor allem Fröhlichkeit und Liebe in der Gemeinschaft mit ihrem Team und natürlich den Kindern, die uns anvertraut sind.

Evelyn Glöß hat in unserem Kindergarten St. Marien mit Herz und Leidenschaft über 20 Jahre hinweg ihre Spuren hinterlassen. Nachdem sie seit dem Jahr 2000 als Erzieherin tätig war, wurde 2010 an sie die Leitung übertragen. Vieles hat sich unter ihrer Federführung und mit ihrem mutigen Vorangehen entwickelt, auch verändert. In einem mühsamen Gruppenprozess wurde das Kindergarten LOGO und ein Leitbild für die Einrichtung gefunden, als Erziehungs- und Bildungskompass sozusagen. Man kann ihn jederzeit online einsehen. Erinnert sei vor allem auch an die umfangreichen Baumaßnahmen auf dem Freigelände. Nicht nur die vielen ehrenamtlichen Arbeitseinsätze wurden maßgeblich von ihr organisiert und begleitet, sondern auch etliche Finanzquellen aufgetan. Ein persönliches Anliegen war ihr, die Partnerschaft zum Kirchenbezirk am Kilimandscharo in Tansania zu vertiefen und durch gegenseitige Besuche zu fördern. Über ein ganzes Jahr hinweg konnte eine Erzieherin aus Tansania unseren Kindergarten kennenlernen und bereichern. Nicht zu vergessen, die gemeinsame Exkursion des Marienberger Teams nach Tansania. Wir hoffen und beten, dass sich der Gesundheitszustand von Evelyn Glöß verbessern und stabilisieren möge, damit sie schrittweise wieder im Kindergarten mitwirken kann. Wir wissen, dass sie es sich genauso wünscht, wie all diejenigen, mit denen sie zusammengearbeitet hat. Im Juli war es ihr und den Eichhörnchenkindern vergönnt, für eine Stunde im Kindergarten zusammen zu sein. Vor dem Mittagsschlaf betete ein Kind: „Danke lieber Gott, dass die Evelyn bei uns war.“ Dem können wir uns aus vollem Herzen nur anschließen – mit allen erdenklichen guten Wünschen, dass ihr unser HERR SEIN Heil und vertrauensvolle Zuversicht schenke.

Im Namen des Kirchenvorstandes, Pfarrer Volkmar Freier