Liebe Leserinnen und Leser unseres Gemeindebriefes August/September 2022!

Liebe Schwestern und Brüder,

500+1 Jahre Marienberg – feiern im Quadrat.

Der Stadtgeburtstag liegt hinter uns und mit ihm auch ein volles und prall gefülltes Wochenende. Viele von Ihnen haben sich eingebracht, sowohl in den Veranstaltungen der Kirchgemeinde, als auch in so manch anderen Angeboten von Vereinen, Schulen und Organisationen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

 

Trotz aller Schwierigkeiten, Sorgen und Ängsten, die der Ukrainekrieg und die Pandemie mit all ihren Folgen ausgelöst haben, konnten wir ein fröhliches Fest feiern. Es tut gut, auch mit Blick auf das Weltgeschehen, trotzdem das Gute und den Segen zu feiern, den Gott uns schenkt. Er hat unserer Stadt Zeiten des Aufblühens und Wachsens gegeben und auch in den notvollen Momenten die Menschen hier durchgetragen. Immer wieder gab es Menschen die Neu angefangen haben, Visionen und Ideen hatten und die Probleme angingen. Johann Ehrenfried Wagner sei hier als einer von vielen, deren Namen wir heute vielleicht gar nicht mehr kennen, genannt. Sie lehren uns auch heute nach den Menschen zu schauen: Wer braucht unsere Hilfe und wie können Dinge zum Besseren verändert werden?

Aber nicht nur ein Blick zurück ist hilfreich um sich neu auszurichten, denn mit dem Motto des Geburtstages: „Feiern im Quadrat“ hat die Stadt uns unbewusst eine himmlische Perspektive eröffnet. Denn nicht nur Marienberg ist als Renaissancestadt quadratisch angelegt worden, sondern auch die Bibel kennt eine quadratische Stadt: Das neue Jerusalem, welches der Seher Johannes in seiner Offenbarung als Vision sieht, sie hat eine quadratische Grundfläche. „Und die Stadt ist viereckig angelegt und ihre Länge ist so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr: zwölftausend Stadien. Die Länge und die Breite und die Höhe der Stadt sind gleich.“ (Offenbarung 21,16)

„Feiern im Quadrat“ kann uns also auch diesen Blick ermöglichen: Unser Leben hier hat ein himmlisches Ziel, auf welches wir zugehen. In jedem Guten und Schönen scheint etwas von diesem in unser Erleben hinein. Jedes Fest gibt uns einen Vorgeschmack auf das große Festmahl, welches Gott für uns vorbereitet. Diese Perspektive macht mir Mut im Blick auf die Zukunft, denn ich weiß, das Beste kommt noch. Alles Leid, das wir erleben und das uns täglich über die Nachrichten erreicht, es vergeht und es ist von Gott getragen. Das was kommt ist dagegen Freude und Frieden, eine große Feier in einer Stadt, wo Gott unter uns wohnt.

Und diese Realität, sie will uns auch heute immer wieder begegnen, wo wir in Gottesdiensten, in der Schönheit der Natur, im versöhnten Miteinander und im Heilwerden von Menschen Gott und sein Wirken erleben, da ist schon ein Stück von diesem himmlischen Fest spürbar. „Feiern im Quadrat 2.0“ könnte man sagen.

Einen schönen Sommer mit vielen freudigen Begegnungen

wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Friedemann Liebscher